Der Discdog-Sport
Discdogging... heisst auf gut deutsch "Frisbee®-spielen" mit dem Hund.
Discdogging ist in Deutschland noch ein recht junger Sport, in den USA wird er schon seit über 30 Jahren betrieben.
Wir hier in Deutschland haben es wohl Jochen Schleicher (klick!) zu verdanken, dass wir uns daran erfreuen dürfen. Er hat den Sport hier Ende der 90er Jahre populär gemacht.
Wie geht denn Discdoggen nun?
Also, man braucht einen Hund und mindestens eine FrisbeeŽ-Scheibe. :-)
Und dann?
Ganz einfach gesagt: der Mensch wirft und der Hund bringt! :-)
Aber das ist natürlich nicht alles. Beim Discdoggen geht es nicht nur darum, dass der Hund viel zu laufen hat, sondern es geht allgemein um das harmonische Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer.
Es gibt im Discdogging in Deutschland 2 Haupt-Disziplinen
1. Freestyle: Hund und Hundeführer zeigen 120 Sekunden lang zu Musik eine Freestyle-Kür mit bis zu 7 Scheiben. Dabei werden neben der Fangrate auch besonders Einfallsreichtum und Zusammenspiel bewertet. Es werden also auch Tricks und ggf. Körperab- oder -übersprünge gezeigt. Discdogging hat so einiges mit Dogdancing gemeinsam
2. Minidistance: hier geht es tatsächlich ums Werfen-Fangen. Innerhalb von 60 Sekunden heisst es möglichst viele Punkte zu sammeln. Und je weiter der Wurf, der vom Hund aus der Luft gefangen wird, desto höher die Punktzahl. Man hat soviel Würfe, wie man in 60 Sekunden schafft. Je nach dem eigenen Hund gerichtet, kann man sich z.B. entscheiden zwischen vielen aber kurzen Würfen oder wenigen, aber weiten.
Daneben gibt es mittlerweile aber auch noch vereinzelt Wettkämpfe im Long-Distance (wer den weitesten vom Hund gefangenen Wurf schafft) und weitere lustige Spielvariationen.
Und kann das jetzt jeder machen?
Im Prinzip schon. Es gibt ja z.B. auch für kleine Hunde die entsprechenden Scheiben zu kaufen.
Aber man sollte das ganze dem Hund (in Alter, Größe und Gewicht) anpassen, was dann z.B. bedeutet, dass ich einen Berner Sennenhund nicht springen lassen muss.
Auch bei gelenkskranken Hunden muss man sehr vorsichtig spielen, damit es nicht zu belastenden abrupten Stopps oder Sprüngen kommt. Für diese Hunde sollte man seinen sportlichen Ehrgeiz unbedingt zu Hause lassen.
Was gibt es zu beachten?
Oberstes Gebot bei diesem Sport ist die Sicherheit des Hundes. Gerade wenn Sprünge über den Körper des Hundeführers gezeigt werden, ist es wichtig, dass dieses sehr kontrolliert geschieht.
Auch muss der Hund natürlich gründlich aufgewärmt werden, bevor man mit ihm spielt.
Dann sollte der Hundeführer unbedingt werfen können oder es vorher ohne den Hund lernen. Denn wenn der Hundeführer nicht sicher werfen kann, kann der Hund nicht sicher fangen.
Der Boden auf dem gespielt wird sollte weich und eben sein. Asphalt oder ein Acker voller Mäuselöcher sind ein zu hohes Risiko für den Hund.
Man sollte auf jeden Fall mit geeigneten Scheiben spielen und nicht mit den Werbefrisbees, die wohl jeder aus Kindeszeiten kennt. Diese sind hart und splittern. Da einige Hunde einen sehr harten Biss haben, kann dieser Sport mitunter recht kostspielig werden, weil kaputte Disks unbedingt ersetzt werden sollten.
Und last but not least: bitte nicht übertreiben. Dieser Sport ist recht anstrengend für den Hund, also reichen ein paar wenige Minuten am Stück.
Und natürlich muss immer ausreichend Wasser dabei sein!
Und nun viel Spaß beim Üben und Spielen!
© D.Drewes