Unser Training


Mit dieser Seite möchten wir "um himmels willen" keine Anleitung zum Training mit den Scheiben geben!

Was wir hier versuchen, ist eher zu vermeiden, dass vielleicht der ein oder andere Anfänger die selben Fehler macht, wie wir sie gemacht haben oder beinahe gemacht hätten.

Allein schon aus diesem Grund ist es eigentlich immer besser, mit jemandem zusammen zu trainieren, der schon Erfahrung hat oder aber ein Seminar zu besuchen.

Grundlagen



Oberstes Gebot beim Training: die Sicherheit des Hundes geht vor!

Daher ist neben dem richtigen Wurftraining des Hundeführers ganz wichtig, dass der Hund vor dem Training richtig aufgewärmt wird und hinterher auch ein "cool-down" bekommt (wie man es ja auch bei Pferden kennt)

Zum Aufwärmen gehe ich vor dem Training draussen spazieren und veranlasse meine Hunde zu verschiedenen Geschwindigkeiten. Gerne dürfen die beiden da auch miteinander toben, da hierbei noch andere Muskeln angesprochen werden.
Anschliessend gibt es noch ein kleines Stretching für die Muskeln. Das erreicht man z.B. so:
  • den Hund abwechselnd die linke und rechte Pfote geben lassen (sofern er das kann)
  • den Hund unter dem angewinkelten bein durchkriechen lassen (gern aus dem Stand des Hundes, so dass er seine Kreuz biegen muss)
  • den Hund rollen oder kriechen lassen
  • den Hund an uns hochspringen lassen bzw. dazu bewegen, dass er sich auf die Hinterbeine stellt usw....

    Einen super Link zum Thema Aufwärmen/Cool down findet Ihr hier!


    Und dann kann es losgehen!

    Ich setze jetzt einmal voraus, dass Ihr bereits festgestellt habt, dass Euer Hund die Scheibe gerne fängt und vielleicht auch wieder ganz zurück bringt. Sollte das noch nicht der Fall sein, wendet Euch am besten an einen erfahrenen Trainer.

    Man sollte das Training mit den Würfen beginnen, die man selbst am besten beherrscht. Der Hund muss ja erst lernen, die Scheibe und ihre Flugbahnen zu lesen.

    Man kann das Training mit Hunden jeden Alters beginnen, aber Sprünge aller Art sind tabu, solange der Hund nicht körperlich voll ausgereift ist!! Ebenso ist natürlich selbstverständlich, dass das Training bei gelenkkranken Hunden (HD, ED...) entsprechend angepasst wird (wenige und nur flache Sprünge usw.) oder man ggf. total verzichtet!

    Unsere erste Übung

    bestand daraus, dem Hund erst einmal beizubringen, dass er immer von unserer linken Seite loslaufen sollte (bei Rechtshändern). D.h. wenn Justin mir zu Beginn erwartungsvoll gegenüber steht, locke ich ihn mit der Scheibe hinten um mich herum, so dass er sich dann links neben mir befindet. Von dort aus hat er die Scheibe und ihre Flugbahn gut im Blick und ich meinen Hund.
    Das ziehen wir konsequent jedesmal durch und bringen am besten gleich ein passendes Signal mit ein. Bei uns ist es "rum" - kurz und präzise.


    Die ersten Würfe

    dürfen dann aus eben dieser Position erfolgen, d.h. ich werfe erst, wenn ich Justinīs Kopf an meiner linken Seite sehe.
    Wichtig ist, dass die Würfe kontrolliert und nicht zu lang erfolgen. Der Hund muss erst lernen, der Scheibe zu folgen und sie zu schnappen. Hohe Sprünge sind hier noch fehl am Platz. Sollte mein Hund von sich aus einfach gern sehr hoch springen (Justin hat das auch gemacht), so werfe ich extra noch tiefer. Aber natürlich trotzdem so, dass der Hund die Scheibe noch aus der Luft fangen kann. Das bedarf etwas mehr Übung - ich weiss, wovon ich spreche :-)


    Konzentration und Fokussierung

    Das war bei uns gleich das erste Problem, das auftauchte. Justin war so wild auf die Scheibe, dass er einfach zupackt, sobald er sie sieht - ohne Rücksicht auf Verluste. Körpersprünge waren so unmöglich, denn ich wurde einfach überrannt. Es scheiterte schon daran, dass er eigentlich gar nicht mehr ansprechbar war. Also musste er lernen zu warten, und dabei war mir die Scheibe sogar hilfreich.
    Wir haben trainiert, dass die gezeigte Front der Frisbee® ebenso wie das Signal "Stopp" sofortiges Abbremsen und Warten bedeutet. Sobald er nur noch den Rand der Scheibe sieht und "Go" hört, darf er los. Das bedarf zu Beginn natürlich schneller Reaktionen des Hundeführers, denn der Hund darf ohne Signal auf keinen Fall an die Scheibe. Wenn das mit dem Abbremsen gut klappt, fliegt als Belohnung natürlich die Scheibe. Mittlerweile kann ich Justin immer länger warten lassen.
    Diese Übung hilft auch ungemein, den Hund wieder ansprechbar zu machen. Bei mehreren kurzen Würfen hintereinander puscht sich mein Rüde so sehr auf, dass ich ihn mit "Stopp" dann wieder herunterfahren kann :-)
    So ist er sogar ansprechbar für die kleinen Tricks zwischendurch. Ich muss nur von vornherein darauf achten, dass er nicht erst zu sehr aufdreht.
    Und obwohl sein Trieb keineswegs gelitten hat, ist er dadurch die meiste Zeit so gut unter Kontrolle, dass er sogar unangeleint zugucken kann, wenn ich mit Jackie spiele!


    Das Cooling-Down

    Wie bei den Pferden sollten auch unsere Hunde nach einer sportlichen Leistung langsam wieder heruntergefahren werden. Das klappt am besten, indem man den Hund an die Leine nimmt und noch eine Weile die Wiese umrundet (im Schritt).
    Erst wenn das geschehen ist, sollte der Hund etwas zu Trinken bekommen!


    Tips und Tricks


    mittlerweile gibt es ganz viele Internetseiten zu diesem Thema, auf denen man tolle Videos von Würfen und Tricks findet. Über unsere Link-Liste kommt ihr zu einigen von ihnen!